Studien belegen, dass bestimmte Personengruppen aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften beim Zugang zum Arbeitsmarkt z.T. erheblich benachteiligt sind.
Beispielsweise führt ein türkisch klingender Name im Lebenslauf dazu, dass die Chancen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, sich um 14 %, und in kleinen Unternehmen sogar um 24 % verringern. Mittels eines anonymisierten Bewerbungsverfahrens erhalten die Personalverantwortlichen im ersten Schritt keine Informationen über persönliche Eigenschaften wie Alter, Geschlecht oder Hautfarbe der Bewerber/innen.

Auf diese Weise lässt sich eine Angleichung der Chancen erreichen. Im Rahmen eines eigenständigen praxisorientierten Pilotprojekts in Rheinland-Pfalz, welches federführend von der Landesantidiskriminierungsstelle im Ministerium für Integration, Familie, Jugend, Kinder und Frauen durchgeführt wurde, sollte erarbeitet und getestet werden, ob und wie das anonymisierte Bewerbungsverfahren im Hinblick auf Anwendbarkeit, Wider­spruchsfreiheit, Machbarkeit und Nütz­lichkeit ausgestaltet und angewendet werden kann.

Im Rahmen des Pilotprojekts nahm Schneider Organisationsberatung die Aufgaben der „Neutralen Stelle“ wahr und stellte die Anonymisierung der Bewerberdaten sicher. Im Evaluationsbericht können die Ergebnisse des Pilotprojekts nachgelesen werden.