Schneider Organisationsberatung (damals noch Schneider & Kappenstein) rief 2001 die InPact-Projektgruppe ins Leben, an der das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (ism), die Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration Rheinland-Pfalz (AGARP) und Arbeit und Leben gGmbH mitwirkten. Das gemeinsame Oberziel war die Verbesserung der Chancengleichheit von Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt.

Der Name „InPact“ stand dabei für eine kooperative Arbeitsstruktur einerseits und für das erklärte Ziel einer nachhaltigen Projektarbeit andererseits. Die Projektgruppe arbeitete über zehn Jahre lang in unterschiedlicher personeller Besetzung und in verschiedenen Projekten zusammen s.u.). Gefördert wurden die Projekte größtenteils aus Landes- und ESF-Mitteln, zu Beginn auch über das Bundesprogramm „Xenos“.

Den Aktivitäten der InPact-Projektgruppe lag ein Verständnis von Integration als wechselseitiger Prozess zugrunde: Migration verändert die Zugewanderten und verlangt ihnen vielfältige Anpassungs- und Veränderungsleistungen ab. Sie verändert auch die Mehrheitsgesellschaft, die vielfältiger und komplexer wird. Integration muss folglich eine wechselseitige Bewegung aufeinander zu sein. Eine erfolgreiche Strategie im Hinblick auf die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten muss darauf abzielen, diese wechselseitige Bewegung möglichst breit und dynamisch in Gang zu setzen.

Entsprechend verfolgten die InPact-Projekte zwei Hauptstränge:

Die Verbesserung der Partizipation von Migranten an gesellschaftlichen Planungsprozessen im Bereich der Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.

Dieses Ziel wurde durch die fachliche Qualifizierung von Migranten und Migrantenorganisationen und die Entwicklung und Umsetzung einer Empowermentstrategie zur Aktivierung der Zielgruppe.

Die Verbesserung der Sensibilität und Steigerung der Aktivität von Betrieben und Institutionen im Hinblick auf die Potenziale von Migranten sowie die Erzielung struktureller Veränderung bei der Gleichstellung.

Hierzu wurden Arbeitnehmervertreter/innen, Personalverantwortliche, in der Ausbildung tätige Fachkräfte und Unternehmensleitungen informiert, qualifiziert und beraten.

Zahlreiche Publikationen bündelten die Ergebnisse und machten sie für Interessierte zugänglich – im Folgenden drei ausgewählte Beispiele:

Katja Weinerth und Claudia Vortmann recherchierten im Jahr 2005 erstmals Informationen zu Wegen der Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse in Rheinland-Pfalz stellten sie und auf der CD-ROM „Lernen und Arbeiten in Rheinland-Pfalz. Ein Wegweiser für Zuwanderer“ in übersichtlicher Form zusammen.

Eva Stauf führte zahlreiche Interviews mit Vertreter/innen von Migrantenorganisationen in Rheinland-Pfalz, um einen Überblick über ihre Aktivitäten zu erstellen, diese sichtbarer zu machen und Anregungen für Kooperationen zu geben: „Migrantenorganisationen in Rheinland-Pfalz: Potenziale, Partnerschaften und Probleme“.

In „Unternehmen Migration. Menschen und Betriebe, für die das Besondere zur Selbstverständlichkeit geworden ist“, erstellt durch ein mehrköpfiges Redaktionsteam, wird anhand sehr persönlicher Porträts gezeigt, wie Einwanderung Rheinland-Pfalz nachhaltig geprägt hat, wie sie positiv gestaltet wird und wie „normal“ sie gelebt wird.